Ich bin Kathi, 33 Jahre alt, selbständige Fotografin und Postproducerin aus Leidenschaft. Ich lebe in Solothurn, wo ich mein eigenes Fotostudio und Atelier betreibe.
Mein Schwerpunkt liegt auf People-Fotografie – mit einem starken Fokus auf Inszenierung, Bildgestaltung und Präsenz. Neben der Arbeit hinter der Kamera ist die Postproduktion ein zentraler Bestandteil meines kreativen Prozesses. Dort verleihe ich meinen Bildern ihre finale Stimmung und visuelle Klarheit.
Ich arbeite eigenständig, konzeptionell und mit viel Gespür für Ästhetik – von der Idee bis zum fertigen Bild.
Ja – mein erstes Foto mit einer Profikamera war alles andere als zufällig.
Ich habe mir eine Freundin geschnappt, sie in einen androgynen Hosenanzug gesteckt und sie mit einem Holzstuhl ins Wasser geschickt.
Das Bild war von Anfang an inszeniert, mutig und sehr bewusst. Ich bin ehrgeizig, leidenschaftlich und liebe starke visuelle Ideen. Meine Inspiration kommt aus dem Arthouse-Film: Bilder dürfen dramatisch, surreal oder leicht überzeichnet sein – aber immer mit Haltung und Gefühl, nie beliebig kitschig. Diese Lust am Erzählen und Inszenieren begleitet mich bis heute.
Ich habe einen BA in Filmwissenschaft in Zürich absolviert. Mein Zugang zur Fotografie kommt aus dem bewegten Bild: Dramaturgie, Bildaufbau, Licht und Timing prägen meine Arbeit bis heute.
Um selbst kreativ zu arbeiten, habe ich mich bewusst für das Standbild entschieden – Fotografieren erlaubt mir, direkter, intuitiver und persönlicher zu gestalten als Film.
Zusätzlich bringe ich viel Erfahrung vor der Kamera mit. Ich weiß, wie es sich anfühlt, fotografiert zu werden, und kann Menschen gezielt, ruhig und wertschätzend anleiten – ohne dass Natürlichkeit verloren geht.
Ich bin ehrlich gesagt nicht leicht zufriedenzustellen. Ich arbeite sehr ehrgeizig, setze mir hohe Ziele und habe nicht selten das Gefühl, dass es immer noch ein Stück besser geht. Wirklich zufrieden bin ich dann, wenn meine Kund*innen mit den Bildern etwas anfangen können – wenn meine Arbeit dienlich respektive zweckerfüllend ist. Für mich ist Zufriedenheit die Balance zwischen meinem eigenen Anspruch und der Wirkung, die Bilder bei anderen entfalten.
Der richtige Zeitpunkt, um Kontakt aufzunehmen, ist, sobald eine Idee oder ein Wunsch nach Bildern entsteht – ein fertiges Konzept ist nicht nötig.
Früher Austausch gibt Raum für Konzeption, gemeinsame Bildsprache und Vertrauen.
Auch spontane Anfragen sind willkommen: Oft entwickelt sich die Umsetzung erst im Gespräch, und wichtig ist vor allem das gemeinsame Verständnis.
Ein starkes Foto lebt von Ausstrahlung und Präsenz, egal ob es Menschen porträtiert, für Corporate-Content oder Werbung eingesetzt wird. Technische Perfektion allein reicht nicht: Wenn Ausdruck, Bildwirkung und Aussage nicht zusammenpassen, verliert das Bild seine Wirkung.
Gleichzeitig tragen Look, Komposition und Stimmung entscheidend dazu bei, dass ein Bild seine Geschichte erzählt, Charakter vermittelt und die gewünschte Botschaft transportiert. So entsteht Fotografie, die nicht nur zeigt, sondern wirkt.
Was mich an der professionellen Fotografie besonders fasziniert, ist die Verbindung von Mensch und Gestaltung. Ich liebe es, Situationen lebendig zu inszenieren und Bilder zu erschaffen, die nicht nur zeigen, sondern erzählen – und dadurch Wirkung, Haltung und Aussage transportieren.
Besonders reizvoll ist für mich das zielorientierte Arbeiten mit einem Resultat, das direkt entsteht, sichtbar und nutzbar ist – sei es für Portraits, Business-Content, Werbung, Sport oder Hochzeiten. Dabei geht es nicht immer darum, die Realität eins zu eins abzubilden, sondern bewusst Elemente zu gestalten, die Ausdruck, Stimmung und Aussagekraft verstärken.
Ein Profifotograf achtet auf Details, die im Zusammenspiel wirken: Lichtführung, Bildaufbau, Hintergrund, Körpersprache und Ausdruck. Diese Details machen den Unterschied zwischen einem korrekten Bild und einem Bild mit Präsenz.
Weiterbildung ist für mich ein laufender Prozess. Ich besuche regelmäßig einen Fotografie-Lehrgang und schätze besonders den Austausch und die Bildbesprechungen mit Fotograf*innen aus verschiedenen Genres.
Darüber hinaus stehe ich selbst immer wieder vor der Kamera. Diese Erfahrung hält meinen Blick für Bildideen, Inszenierung und aktuelle Bildsprache wach und fließt direkt in meine Arbeit ein.
Mit meinen Bildern möchte ich Aussagen visualisieren. Ob Person, Marke oder Moment – meine Fotos sollen Haltung zeigen, Identität vermitteln und den Zweck erfüllen, für den sie entstehen.
Ich fotografiere mit Canon, sehe Technik jedoch vor allem als Werkzeug. Wichtiger als das Kameramodell ist für mich das Objektiv – es prägt Bildaussage, Nähe und Wirkung deutlich stärker. Ich habe lange bevorzugt mit einer 50 mm Festbrennweite fotografiert – leicht, flexibel und ideal, um Perspektiven aktiv zu gestalten.
Für hochwertige Portraits mit hoher technischer Präzision setze ich besonders gern mein 70–200 mm Zoomobjektiv ein.
Die Technik interessiert mich nicht, aber ermöglicht mir, Bilder so umzusetzen, wie ich sie vor mir sehe. Sie ist ein Werkzeug. Ich funktioniere sehr visuell, kann aber nicht zeichnen oder malen. Gerade deshalb liebe ich die digitale Technik, weil sie mir Türen öffnet.
Ich habe bewusst Zeit in den Aufbau eines Portfolios investiert – auch durch freie Arbeiten, um meinen Stil zu schärfen und sichtbar zu machen. Parallel dazu habe ich eine eigene Website aufgebaut und mein Netzwerk aktiv gepflegt. Diese Kombination aus kontinuierlicher Arbeit, Sichtbarkeit und Austausch hat zu meinen ersten Aufträgen geführt.
Die Nachbearbeitung ist für mich ein integraler Teil der Fotografie. Hier entsteht der finale Look, der Bildwirkung und Aussage zusammenführt.
Ich verstehe Postproduktion nicht als Korrektur, sondern als bewussten gestalterischen Schritt, der die Bildidee unterstützt und abrundet.
Mein erster Tipp: Beweg dich. Geh näher ran, geh weiter weg, ändere den Winkel – Perspektive macht Bilder spannend und verändert die Lichtführung.
Einerseits: künstliche Lichtquellen. Ich war lange Zeit fokussiert auf das Arbeiten mit natürlichem Licht, aber das Fotografieren mit Blitz lohnt sich einfach immer wieder. Andererseits: In die Postproduktion. Erst dort bekommt ein Bild seinen Look und seine endgültige Wirkung.