Kannst Du Dich kurz vorstellen?

Hallo, ich bin Sandra. Ich bin aus dem Herzen im Zürcher Weinland, aus Andelfingen. Es ist genau im Dreieck - Winterthur, Schaffhausen und Frauenfeld. Mein fotografisches Herz schlägt für die Businessfotografie, seit 12 Jahren darf ich selbstständig tätig sein

Kannst Du Dich noch an Dein erstes Foto erinnern? Was war es?

Ich war als Kind ein RIESEN Coca Cola Fan. Mein Zimmer war deshalb rot-weiss. Meine ersten fotografischen Versuche machte ich mit all meinen Coca Cola Accessoires. Seien es Büchsen, Flaschen, Retro-Spiegel usw. Damals war das ziemlich kostenintensiv, denn als ich Kind war, da gab es noch keine digitalen Kameras sondern noch die altmodische Variante mit Film

Wie bist Du zur Fotografie gekommen?

Die Fotografie ist seit Kind mein Hobby. Richtig "on fire" bin ich jedoch erst, seit es die digitale Fotokameras gibt. Seitdem war ich nicht mehr zu halten. Vieles habe ich mir selber beigebracht oder ich habe Privatunterricht für die Themen genommen, die mich interessierten. Das ist bis heute insbesondere die Personenfotografie

Wann bist Du mit Deiner Arbeit zufrieden?

Ganze ehrlich? Technisch finde ich ja immer etwas, das ich noch besser machen könnte. Da bin ich sehr perfektionistisch. Aber was mir noch viel wichtiger ist, das ist der Ausdruck. Denn diesen kann ich nicht retuschieren. Deshalb lege ich grossen Wert und viel Zeit darauf, dass sich meine Kunden bei mir wohl fühlen. Bei mir kommst du nicht rein, wirst schnell abgelichtet und dann darfst du wieder gehen. Nein, Zeit ist mein Credo

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Kontakt zum Fotografen aufzunehmen?

Das ist individuell verschieden. Bei Bewerbungsfotos gibt es die, die eine tolle Stelle sehen und sich sofort bewerben wollen und dann merken, dass sie kein aktuelles Foto von sich haben. Dann gibt es wieder diejenigen, die sich ganz bedacht vorbereiten. Wenn ich wählen darf, dann ist mir Gruppe 2 etwas lieber. Unter Druck und auf die Schnelle muss du performen und das kann dich verspannen und das siehst du dann auch auf den Fotos. Oder vielleicht wäre ein tolles Bild draussen in der Natur viel passender für dich und den ausgeschriebenen Job. Kommst du auf den letzten Drücker und es regnet dann quer, dann bleibt nicht viel Raum um improvisieren. Das wäre doch schade, wenn du beim Bild Abstriche machst, wenn es unter Umständen die Traumstelle ist, oder?!

Was macht Deiner Meinung nach ein gutes Foto aus?

Es muss natürlich sein, sei es im Ausdruck aber auch in der Lichtführung. Es muss zu dir und deinem Typ passen. Deshalb ist eine fundierte Bedarfsabklärung durch den Fotografen essentiell. Und für ein authentisches, natürliches Bild braucht es Vertrauen und die richtige Chemie. Deshalb schaue beim Fotografen nicht primär auf den Preis. Viel wichtiger ist, dass dir der Stil gefällt und ob die Person, die dich fotografieren wird, auch sympathisch ist. Ein guter Fotograf/eine gute Fotografin bietet dir ein kostenloses Telefonkennenlerngespräch an. So kannst du sehr schnell abschätzen, ist dir dein Gegenüber sympathisch oder nicht. Dass er oder sie die Technik im Griff hat, ich denke, das sollte eine Selbstverständlichkeit sein, wenn der Begriff "Fotograf*in" auf der Website steht ;)

Was gefällt Dir an der professionellen Fotografie am meisten?

Schon während meiner Lehrzeit wusste ich, dass ich irgendwann mein eigenes Geschäft haben wollte. Sich nur für die Fotografie zu interessieren und sich deshalb selbstständig zu machen, erachte ich nicht als sinnvoll. Ich bin froh, habe ich eine kaufmännische Ausbildung als Background, dieses Wissen, neben der Fotografie kann ich so jeden Tag anwenden. So ist mein Arbeitstag sehr vielseitig und abwechslungsreich. Dazu kommt der Kontakt mit Menschen, weil ich mich in der Personenfotografie spezialisiert habe. Für mich einfach perfekt

Was ist das Besondere an dem Genre, auf das Du Dich spezialisiert hast?

In der Personenfotografie liebe ich es, so viele spannende Menschen kennenzulernen. Bei Firmen bekomme ich einen tiefen Einblick in die Strukturen, Werte und den Umgang miteinander. Bei Einzelpersonen, die den Weg zu mir finden (egal ob es Bewerbungsfotos oder Businessfotos sind für das Personalbranding), da finde ich es immer wieder beeindruckend, für den beruflichen Werdegang und die Wünsche und Träume meines Gegenübers zu erfahren

Welche Details sieht nur ein Profifotograf?

Eine schwierige Frage... Mir fällt auch, das viele Profifotografen mega gut in technischen Dingen sind, in der Psychologie oder bei kaufmännischen Dingen happert es dann aber. Ein erfolgreicher Profifotograf kann den Kunden ganzheitlich beraten und schafft im besten Fall ein Gefühl, dass der Kunde/die Kundin glücklich und mit gestärktem Selbstwert ist. Das zumindest ist mein Ziel

Wie bildest Du Dich weiter?

Onlinekurse, Offlineweiterbildungen. Da geht technisch ja gerade sehr viel im digitalen Bereich. Da möchte ich einfach up to date sein und bleiben.

Aber auch Netzwerken mit anderen Selbstständigen (das müssen nicht zwingend Fotografen sein), inspiriert mich sehr.

Und dank meinen Mitgliedschaften in zwei Verbänden habe ich so auch die Möglichkeit, schon sehr früh von technischen Trends zu erfahren.

Aber auch psychologische Themen interessieren mich, da ist der Gang in die Bibliothek, Podcasts und Vorlesungen mega spannend.

Du siehst, Weiterbildung hört nie auf! ;)

Was möchtest Du mit Deinen Fotos ausdrücken?

Jedes Gesicht, jeder Mensch ist so, wie er ist, perfekt. Genau das möchte ich zeigen. Es soll sympathisch, natürlich und authentisch wirken. Insbesondere in der Businessfotografie erachte ich diese Eigenschaften sehr wichtig, dass diese im Bild erkennbar sind. Gerne benutze ich das Beispiel: Stelle dir vor, du darfst dich vorstellen für einen Job. Dein Bild ist technisch zwar perfekt umgesetzt, aber zu stark retuschiert, so dass die HR-Verantwortliche dich auf dem Sofa nicht erkennt und an dir vorbeiläuft. Das darf auf keinen Fall passieren!

Mit welcher Ausrüstung fotografierst Du am liebsten?

Ich setze auf Bewährtes. Neues Equipment teste ich zuerst, bis ich ein gutes Vertrauen habe. Da bin ich sehr pingelig.

Wie wichtig ist Technik beim Fotografieren?

Ich würde sagen, es ist etwa 50% der Arbeit. Die anderen 50% ist die Psychologie. Beides ist wichtig und es geht nicht das eine oder das andere.

Was hast Du gemacht, um die ersten Fotoaufträge zu bekommen?

Mein Freundeskreis und meine Arbeitskolleginnen habe ich damals bezirzt, damit ich meine ersten fotografischen Erfahrungen machten konnte.

Welchen Stellenwert hat die digitale Nachbearbeitung für Dich?

Sie ist genau so wichtig, wie das Fotografieren selbst. Ich halte nichts von automatisierten Filtern (wenn möglich auch noch von einem nur für mich bekannten Profifotografen), die ich dann über mein Bild legen kann. Ich muss meine Stil finden und diesem auch treu bleiben, egal welcher Bildbearbeitungsstil gerade in ist. So habe ich in meinem Portfolio einen roten Faden und diesen können meinen Kunden einfacher erkennen und für sich entscheiden, ob mein Stil ihnen gefällt oder vielleicht auch nicht. Springe ich auf jeden Trend auf, bin ich nicht mehr fassbar. Ein gutes Bild perfekt zu machen, indem ich die richtigen Bereiche im Bild dezent aber gekonnt bearbeite, das erfüllt mich noch heute mit sehr viel Genugtuung und Freude

Welche Tipps würdest Du einem Hobbyfotografen geben, um bessere Fotos zu machen?

Neben der Technik, die keine Hexerei ist (und da lohnt es sich, einen Profi an seiner Seite zu haben. Denn dieser kann einem in 2.5-3 Stunden das 1x1 der Fotografie als Einzelcoaching beibringen) finde ich die Freude für die Fotografie das A+O. Probiere aus, egal ob es gelingt oder nicht. Erfreue dich an dem, was du gerne fotografierst, betrachte deine Bilder aber auch kritisch und frage dich, was dir gelungen ist und was vielleicht weniger. Und ich empfehle dir, dir bewusst Bilder im Internet anzuschauen und für dich zu bewerten. So findest du deinen Stil und hast zudem ein unlimitiert grosses Gefäss an Inspirationen

Worin sollten angehende Fotografen und Fotografinnen unbedingt investieren und warum?

Das wichtigste ist Geduld! Es gibt so viele (vermeindliche) Coaches da draussen, die einem das Geld aus der Tasche ziehen mit unseriösen Versprechungen, dass man schnell viel Geld machen kann als Fotograf. Das stimmt leider nicht. Es braucht einen langen Schnauf, eine grosse Portion Frusttoleranz und noch mehr Vertrauen, dass das, was man tut, richtig ist. Hast du technische Herausforderungen oder Fragen, wie du dein Business aufbauen oder forcieren kannst, schaue kritisch die Angebote an. Vertraue da am besten deinem Bauchgefühl

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